Hilfen im Alltag 

 

  

Ämtergänge und Formalitäten
Neuankömmlingen in Deutschland ist nicht nur die hiesige bürokratische Infrastruktur fremd, sondern auch die Sprache, wobei sich Amtsdeutsch als besonders schwierig erweist. Hier helfen die Ehrenamtlichen beim Ausfüllen der Formulare und stehen für den Kontakt zu den jeweiligen Ämtern zur Verfügung. Sie stehen den Ankömmlingen auch mit Rat und Tat bezüglich der allgemeinen Infrastruktur zur Seite.

 

Medizinische Versorgung 
Der Freundeskreis Integration setzt sich für eine verbesserte medizinische Versorgung der ansässigen Flüchtlinge sowie, falls erforderlich, für die Begleitung zu Arztbesuchen ein.

 

Warum?
Die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen ist im Asylbewerberleistungsgesetz geregelt. Dieses Sondergesetz für Flüchtlinge besagt, dass Flüchtlinge nur bei „akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen“ behandelt werden dürfen. In der Praxis prüft das Sozialamt die Notwendigkeit eines Arztbesuchs und stellt dann ggfs. einen Krankenschein aus. Die Verzögerung einer notwendigen medizinischen Behandlung mit den sich daraus ergebenden negativen Folgen ist bei Asylbewerbern ohne Unterstützung eher die Regel als die Ausnahme.

 

Beispiel:

Eine ortsansässige Ärztin sowie mehrere Ehrenamtliche setzten sich dafür ein, dass eine Asylbewerberin aus dem afrikanischen Raum sowohl eine umfangreiche neurochirurgisch plastische als auch kieferorthopädische Operation erhielt. Diese war zur Bekämpfung erheblicher Kopfschmerzen erforderlich. Die Patientin ist jetzt schmerzfrei und hat durch die Operation ein neues Lebensgefühl bekommen.